Andreas Siegel: "Se souvenir pour mieux affronter les défis de l'avenir"
"Se souvenir pour mieux affronter les défis de l'avenir"
Was haben wir aus der Geschichte gelernt? - Deutschland und Frankreich vor den Herausforderungen des Populismus und Extremismus
Europa erlebt eine Zeit tiefgreifender politischer Veränderungen. Populistische und extremistische Bewegungen gewinnen an Einfluss, die politische „Mitte“ schwächelt, demokratische Institutionen stehen unter Druck, gesellschaftliche Konflikte verschärfen sich.
- Welche Lehren ziehen Deutschland und Frankreich aus ihrer Geschichte – und wo unterscheiden sich die Erinnerungs- und politischen Kulturen beider Länder?
- Was können wir aus der Weimarer Republik, der deutschen Diktatur, der französischen Geschichte des 20. Jahrhunderts und der europäischen Einigung für die Gegenwart lernen?
- Warum konnten Populismus und Extremismus insbesondere nach 1990 erneut an Bedeutung gewinnen?
- Wie „wehrhaft“ sind die Demokratien in beiden Ländern heute?
- Warum reagieren Deutschland und Frankreich auf ähnliche Herausforderungen teilweise so unterschiedlich?
- Welche Fehler machen Demokratien typischerweise, wenn sie versuchen, extremistische Parteien politisch zu bekämpfen?
- Wo endet legitime politische Opposition, wo beginnt die Gefährdung der liberalen Demokratie?
- Ist Erinnerungskultur ein wirksamer Schutz gegen Extremismus – oder verliert sie ihre Wirkung, wenn neue Generationen andere Erfahrungen machen und die Transformationsgeschwindigkeit der Gesellschaften zunimmt?

Andreas Siegel ist Alumnus der Universität Freiburg (Romanistik/ Anglistik) und arbeitete 35 Jahre in verschiedenen Funktionen auf 4 Kontinenten im deutschen diplomatischen Dienst. Auf seinen letzten Posten war er Generalkonsul in Ho-Chi-Minh-Stadt/Vietnam und in Miami/USA. Er ist auch ausgebildeter "animateur-interprête" für deutsch französische Begegnungen und arbeitet seit dem Eintritt in den Ruhestand (2023) innerhalb eines deutsch-französischen Netzwerks an Projekten zur Erinnerungskultur und Demokratie.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wir freuen uns über interessierte Gäste, die mitdiskutieren möchten!
Eine Übersicht zum weiteren Programm der Vortragsreihe unseres Forschungskolloquiums finden Sie hier.
