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Laurence Badel, Paradiplomaties et histoire des relations internationales

Vortrag in Kooperation mit dem Forschungskolloquium zur Europäischen Geschichte von Prof. Dr. Jörn Leonhard (Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas)
Wann 21.06.2022
von 18:15 bis 19:45
Wo KG IV, ÜR 2 (5. OG)
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Foto Pr. Badel 2022.png

 

 

 

 

 

 

 

 

Laurence Badel ist Spezialistin für die Geschichte diplomatischer Praktiken in Europa. Ihren Vortrag im Rahmen des Forschungskolloquiums zur Europäischen Geschichte  widmet sie dem Thema der "Paradiplomatie". Sie wird einen historiografischen Überblick geben, um das ambivalente Verhältnis zwischen der Diplomatiegeschichte und der Geschichte der internationalen Beziehungen zu erhellen. Anschließend wird sie aufzeigen, wie der von der Politikwissenschaft verwendete Begriff der "Paradiplomatie" dank einer breiteren Definition zu einem operativen Konzept für Historiker werden kann und dies an einer Reihe von Beispielen demonstrieren.

Der Vortrag wird in französischer Sprache gehalten.

 

Laurence Badel ist seit 2012 Professorin an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne und lehrt dort moderne internationale Geschichte. Sie ist zudem Direktorin des Centre d’Histoire des Relations internationales contemporaines (CHRIC).

In ihrer von René Girault betreuten Doktorarbeit erforschte Badel die historischen Wurzeln des europäischen Integrationsprozesses in der Zwischenkriegszeit. Mit ihrer Habilitationsschrift legte sie im Anschluss eine Pionierarbeit für die Geschichte der französischen Wirtschaftsdiplomatie im 20. Jahrhundert vor. Danach beschäftigte sie sich in zahlreichen Aufsätzen mit theoretischen Fragen einer neuen Diplomatiegeschichte, mit der Rolle nicht-staatlicher Akteure und mit der Vielfalt diplomatischer Praktiken.  2021 erschien ihr jüngstes Buch zur Geschichte der europäischen Diplomatien vom 19. bis zum 21. Jahrhundert, in dem Badel ein strukturgeschichtliches und multiperspektivisches Panorama europäischer Außenpolitik zeichnete: Diplomaties européennes, XIXe-XXIe siècles, Paris, Presses de Sciences Po, 2021.

Auf Vorschlag der Section Histoire et géographie der Académie des Sciences morales et politiques erhielt dieses Buch 2021 den Preis der Fondation Edouard Bonnefous-Institut de France.