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Literarisches Tandem

"900 Jahre jung" – zwei Nachwuchsstipendien

 

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Das Frankreich-Zentrum der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, das Literaturhaus Freiburg und das Centre Culturel Français Freiburg haben im Jahr 2020, anlässlich des Stadtjubiläums „Freiburg 2020 – 900 Jahre jung“, einmalig zwei literarische Nachwuchsstipendien vergeben. Begleitet werden die Stipendiatinnen jeweils von einer*m in Freiburg lebenden Mentor*in.

Bewerben konnten sich bis Mitte Dezember 2019 deutschsprachige Autor*innen mit bis zu zwei Buchveröffentlichungen in einem Publikumsverlag und Literaturübersetzer*innen aus dem Französischen ins Deutsche, die bereits erste Berufserfahrungen gesammelt haben.

Unter den eingegangenen insgesamt 66 sehr qualifizierten Bewerbungen hat die Jury Mitte Februar eine Auswahl getroffen und eine Autorin und eine Übersetzerin als Stipendiatin ausgewählt. Beide werden nun für jeweils sechs Wochen das Gästehaus der Universität in der Liefmannstraße beziehen, um dort an einem aktuellen Schreibprojekt zu arbeiten und sich vom Freiburger Umfeld inspirieren zu lassen.

Von Anfang September bis Mitte Oktober 2020 wird zunächst die Autorin Helene Bukowski in Freiburg residieren, um an ihrem zweiten Roman zu arbeiten. Begleitet wird sie von der in Freiburg lebenden Autorin Iris Wolff.

Von Mitte Oktober bis Ende November 2020 wird die Übersetzerin Désirée Schneider nach Freiburg kommen und mit dem in Freiburg lebenden literarischen Übersetzer Tobias Scheffel an der Übersetzung einer französischen Graphic Novel arbeiten.

Veranstaltet von

                                   


Veranstaltungen

mit Helene Bukowski und Iris Wolff

Am 22.9.2020 (Dienstag) um 19.30 Uhr wird Iris Wolff mit Helene Bukowski im Centre Culturel Français Freiburg über das Mentorat, das Schreibprojekt und den Aufenthalt in Freiburg ins Gespräch kommen. Eine Anmeldung ist erforderlich, bitte per Mail an Sarah Lefebvre: .

Am 08.10.2020 (Donnerstag) Vormittag (ab 8.00 Uhr) wird Helene Bukowski in Kooperation mit dem Literaturhaus Freiburg am St. Ursula Gymnasium einen Schreibworkshop für Schüler*innen im Rahmen der Reihe Dichter Dran geben. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich.

Am 13.10.2020 (Dienstag) um 20 Uhr wird Helene Bukowski im Rahmen der Lesereihe zwischen/miete aus ihrem ersten Roman „Milchzähne“ lesen. Die Lesung findet im Café Pow, Ort: Café Pow, Belfortstraße 52 statt, Eintritt: 3 Euro (nur Abendkasse).

Ein Interview von Annette Hoffmann mit Helene Bukowski ist unter dem Titel "Vom Dialog begleitet" am 9. Oktober 2020 in der Badischen Zeitung erschienen.

 

mit Désirée Schneider und Tobias Scheffel

Am 27.11.2020 (Freitag) um 19.30 Uhr wird im Centre Culturel Français Freiburg mit der Übersetzerin und ihrem Mentor eine öffentliche Abschlusspräsentation des Projekts und des Stipendienaufenthalts stattfinden, Guillaume Plas (Fremdsprachenlektor am Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg) wird die Veranstaltung moderieren. Eine Anmeldung ist erforderlich, bitte per Mail an Sarah Lefebvre: .

 

Informationen zu den Tandems

Helene Bukowski und Iris Wolff (1.9.-16.10.)

Von Anfang September bis Mitte Oktober 2020 wird zunächst Helene Bukowski in Freiburg residieren, um an ihrem zweiten Roman zu arbeiten.

Helene Bukowski, geboren 1993 in Berlin, studierte Literarisches Schreiben und Lektorieren in Hildesheim. Sie ist Co-Autorin des Dokumentarfilms „Zehn Wochen Sommer“, der 2015 den Grimme Sonderpreis Kultur erhalten hat, und war 2016 zur Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin eingeladen. Ihre Texte erscheinen in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien und sie war Mitherausgeberin der „BELLA triste“ sowie Teil der künstlerischen Leitung des „PROSANOVA│17“. Im Frühjahr 2019 erschien ihr Debütroman „Milchzähne“ (Blumenbar / Aufbau Verlag). Zur Zeit arbeitet sie an ihrem zweiten Roman.

 

Begleitet wird Helene Bukowski von der in Freiburg lebenden Autorin Iris Wolff.

Iris Wolff, geboren 1977 in Hermannstadt, aufgewachsen im Banat und in Siebenbürgen. 1985 Emigration nach Deutschland. Studium der Germanistik, Religionswissenschaft und Grafik & Malerei in Marburg an der Lahn. Langjährige Mitarbeiterin des Deutschen Literaturarchivs Marbach und Dozentin für Kunst- und Kulturvermittlung. Bis März 2018 Koordinatorin des Netzwerks Kulturelle Bildung am Kulturamt in Freiburg. Ihr letzter Roman „So tun, als ob es regnet" erhielt den Literaturpreis ALPHA, den Otto-Stoessl-Preis, sowie den Thaddäus-Troll-Preis. 2019 wurde sie für ihr Gesamtwerk mit dem Marie-Luise-Fleißer-Preis geehrt. Sie ist Mitglied im Internationalen Exil-PEN und lebt als freie Autorin in Freiburg. Im August 2020 erscheint ihr neuer Roman „Die Unschärfe der Welt" bei Klett-Cotta.


Désirée Schneider und Tobias Scheffel (17.10.-30.11.)

Von Mitte Oktober bis Ende November 2020 wird Désirée Schneider nach Freiburg kommen, um an ihrem Übersetzungsprojekt der preisgekrönten Graphic Novel „Banana Girl“ von Kei Lam zu arbeiten.

DésiréeSchneider

Désirée Schneider, geboren 1993 in Heidelberg, studierte die deutsche sowie die französische Sprache, französische und deutsche Literatur und literarisches Übersetzen in Nantes und Angers. Seit Abschluss ihres Studiums engagiert sie sich bei den BücherFrauen und organisiert für diese die Online-Seminare „Besser Übersetzen“ für die Sprachen Französisch und Englisch. 2019 übersetzte sie für die Bookwise Medienproduktion den „Atlas Vélo“ von Claude Droussent, der im April 2020 erscheint. Sie lebt in Berlin und Nantes. Aktuell arbeitet sie als Stipendiatin des Georges-Arthur-Goldschmidt-Programms 2020 für junge Literaturübersetzer an der Übersetzung von "Le Cirque interdit" von Célia Flaux.


Begleitet wird Désirée Schneider von dem in Freiburg lebenden literarischen Übersetzer Tobias Scheffel.


Tobias Scheffel
, geboren 1964 in Frankfurt am Main, studierte Romanistik, Geschichte und Geografie in Tübingen, Tours (Frankreich) und Freiburg. Seit 1992 arbeitet er als literarischer Übersetzer aus dem Französischen, er übersetzte u.a. Werke von Robert Bober, Georges Perec, Fred Vargas, Marie-Aude Murail, Christophe Boltanski und Pierre Lemaitre. 2005 wurde er mit dem erstmals verliehenen Eugen-Helmlé-Preis für deutsch-französische Übersetzungen ausgezeichnet, 2011 erhielt er für sein Gesamtwerk den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises.